Botswana I: Wenn sich Gedanken und Ereignisse überschlagen…

… dann bin ich offenbar wieder gut und wohlbehalten nach einem Abenteuer Zuhause angekommen smiley

Inzwischen bin ich gut zwei Wochen wieder zurück und versuche Notizen, Gedanken, Bilder und Videos zu sichten, zu sortieren und zusammenzuschneiden. Dazwischen hatte ich noch schnell eine musikalische Lesung bei einem Sauna-Event (was bitte???), bei dem ich zuerst noch fix in mein Mittelaltergewand geschlüpft bin und andere Geschichten zum Besten gegeben habe.
Aber ich schweife ab… Und ehrlich gesagt weiß ich auch noch garnicht so genau, wie ich meine Erzählungen über die vergangen Wochen gestalten soll.

Ach, ich fange einfach mal an und dann wird sich´s schon entwickeln…

Am 27. April ging´s also los.
Zum Glück. Ich war nämlich kurz vorher noch schnell mit einer netten Erkältung gesegnet, die sich dann freundlicherweise auch noch auf die Stimme gelegt hat. Pünktlich zur Abfahrt war die Nase und alles wieder frei, ich aber total heiser und fast stimmlossmiley Und das sollte auch fast bis Sonntag noch so bleiben…
Nachdem Flo, Jenny, Andi und ich ja nicht alle aus der gleichen Ecke des Landes kommen, haben wir uns erstmal in London getroffen. Jenny von Berlin aus, Andi aus München und Flo und ich sind in Frankfurt gestartet. Morgens, so irgendwas zwischen 9 Uhr und 10 Uhr, haben mich Flo und sein Papa – der netterweise den Shuttle-Service für uns gefahren ist – abgeholt. Der Weg zum Flughafen verlief reibungslos – trotz Baustelle auf der allbekannten A3.
Dort angekommen sind wir „nur“ 15 Minuten durch die Hallen gelaufen, um unsere Gepäckaufgabe zu finden und sind dann erstmal unsere Reisetaschen losgeworden. Nachdem wir inzwischen von Andi aber schon gehört hatten, dass man ihn nach Mumbai einchecken wollte, haben wir ganz genau drauf geachtet, dass auf dem Schild am Koffer und unseren Tickets auch wirklich Maun als Endstation steht! Aber es war alles gut. Also, auf zur Sicherheitskontrolle. Erwartungsgemäß durfte ich meinen ganzen Trolly auspacken, da ich darin meine Kameras und Powerbanks untergebracht hatte (in weiser Voraussicht habe ich aber alles in ein Gepäckstück, damit ich nicht alle Taschen ausräumen musste). Dennoch waren wir auch hier ratzfatz durch und haben uns erstmal überlegt, wo wir denn jetzt was leckeres zum Essen bekommen. Am Flughafen Frankfurt sollte das ja wohl kein Problem sein – bis wir gelernt haben, es gibt auch sowas wie blöde Terminals / Gates, wo es ernsthaft nur 10 Läden insgesamt gibt und die beste Auswahl auch noch das Restaurant mit der goldenen Krone drauf ist! Wer mich kennt, weiß, dass ich dort schon seit locker 10 Jahren nicht mehr gegessen hatte, nach 3 unabhängigen Totalreinfällen… Aber das ist eine andere Geschichte und nun zurück zu unserem Flug nach London.
Ich überspringe hier jetzt auch mal den recht unspektakulären Teil hierzu, und steige in London bei unserer nächsten Sicherheitskontrolle wieder ein.
Auf unserem Weg nach Maun haben wir tatsächlich die Ehre, an jedem Flughafen (Startflughafen, London, Johannesburg) durch den Security Check zu dürfen – obwohl wir wirklich nur im Transfer sind. Also auch in London Heathrow wieder alles technisches Gerät und die Zipperbeutel mit den Flüssigkeiten / Cremes aus den Taschen räumen. Gut, dass ich alles so gepackt hab, dass ich´s am Ende auch schnell wieder verstaut hatte. Meinen hübschen Beutel mit lauter kleinen Mini-Fläschchen und Tübchen mussten sie tatsächlich am Ende noch wiegen, dass er auch wirklich den erlaubten Liter nicht überschreitet – wobei ich mich persönlich frage, ob es überhaupt möglich ist, mit 15ml-Einheiten einen 1-Liter-Beutel zu überfüllen… Aber ja, alles für die Sicherheit.
Nach dem Check war auch die Freude groß, nachdem die Gruppe endlich vollständig war und niemand beispielsweise in Mumbai oder so gelandet ist smiley
Nach ein paar Stunden Aufenthalt in Heathrow, einem kleinen Umtrunk und den für die nächsten 3 Wochen sehr gut investierten 1,66€ für eine Schlurpswasserflasche, ging es dann um kurz nach 19 Uhr endlich weiter nach Johannesburg.
Was soll man über Flüge erzählen? Ach ja – wir flogen mit dem A380! Im Upperdeck – mit Beinfreiheit in den Exit-Rows smiley Jaja, der A380 ist schon länger auf dem Markt, aber bisher hatte ich es nie geschafft, mit einem tatsächlich fliegen zu können. Für mich war das also schon sowas ähnliches wie ein kleines Highlight! Auch wenn ich des nächtens dann feststellen musste, dass sich meine Rückenlehne nicht nach hinten legen ließ smiley – aber was macht das schon, wenn man sich zum Stell-dich-ein mit ein bis zwei Fläschchen Wein treffen kann. Natürlich haben wir auch alle irgendwann versucht, ein wenig das Schlummerland zu besuchen, da uns ja noch ein langer Samstag bevorstand.
Wenn jetzt noch jemand wissen wollte, was es im Flugzeug zum Essen gab – ganz ehrlich, ich habe es vergessen.
Aber sei´s drum, als ich aufwachte und zum Fensterlein hinausblickte…


… ging gerade die Sonne hinter dem Horizont auf!

Wir landen also am Samstagmorgen um 7 Uhr in Johannesburg.
(Und auch, wenn es jetzt dem einen oder anderen etwas komisch vorkommt, dass ich es erwähnen muss: Der Ausstieg aus dem Flugzeug in London sowie das Verlassen des Flugzeugs in Johannesburg ging sehr ruhig und höflich von statten! Mir ist es wirklich bewusst aufgefallen, da das auf bisher keinem anderen Flug der letzten Jahre funktoniert hat.)
Nur noch die paar Schritte zur Passkontrolle und… ja, was dann? Ich lege natürlich erstmal mit meinen Fingerabdrücken die Computer lahm. Jenny, Flo und Andi waren bereits durch OHNE Fingerabdrücke, nur ich war irgendwie in dieser einen Schlange, von der die Fingerabdrücke genommen wurden. Nunja. Nachdem es bestimmt 10 Minuten dauerte und es einfach nicht klappen wollte mit dem System, hat man mir dann doch den Einreisestempel in den Pass gedrückt und durchgewunken. So geht das in Südafrika!
Endlich kann es zur nächsten – altbekannten – Station weitergehen: Sicherheitskontrolle! Hier genügt es aber, einfach alles in die entsprechenden Wannen zu legen und durch den Scanner zu laufen. Gut, die Laptop-Fraktion musste die Laptops gesondert legen, aber das war auch schon das Einzige.
Ein paar Stunden mussten wir dann aber noch die Zeit vertrödeln, bis wir uns um 11 Uhr endlich auf unserer letzten Etappe nach Maun/Botswana befanden.

Zwei Stunden später haben wir es dann endlich geschafft: Fix durch die Passkontrolle, die Koffer geschnappt und endlich unsere „Gefährten und Unterkünfte“ für die nächsten 18 Tage in Empfang genommen:



Zwei nagelneue Toyota Hilux – Bushcamper und Double Cab – hat uns Bushlore vor die Tür – okay, den Flughafen – gebracht smiley. Die Übernahme hat mit Einweisung in die Fahrzeuge und dem nötigen Papierkram nochmal knapp eine Stunde gedauert und dann ging´s ENDLICH los. Erstmal natürlich zum Einkaufen, da uns ja 8 Tage ohne Zivilisation bevorstanden. Was braucht man so zu viert bei 8 Tagen ohne Internet und Shoppingmöglichkeiten … darüber haben wir uns natürlich schon zu Hause ein bis zwei Gedanken und einen kleinen Einkaufszettel gemacht:

160 l – Trinkwasser
10 Dosen Thunfisch
8 Dosen gehackte / passierte Tomaten
3 kg Nudeln
7 kg Kartoffeln
4 l Milch
2 kg Mehl
24 Eier
1 Flasche Senf
2 Flaschen BBQ-Soße / Ketchup
Salz, Pfeffer, Knoblauch, ital. Kräuter
Butter
Klopapier
Küchenrollen

um nur einen winzigen Auszug daraus zu nennen. Natürlich haben wir auch an die Malaria-Prohylaxe und den Sundowner gedacht smiley
Da wir aber schon geahnt haben, dass wir nach der relativ langen Anreise erstmal noch eine Nacht zum Sortieren und wieder fit werden brauchen, haben wir uns also gegen 17 Uhr auf den Weg in die Island Safari Lodge gemacht und die letzte Nacht mit allem Komfort verbracht – auch mit WLAN!
Die Chalets dort waren ganz hübsch, das Essen im Restaurant echt lecker und das Personal super freundlich – direkt am Thamalakane River. Das heißt, am Morgen sieht man Äffchen, am Abend ein paar Mückchen. Ein klein wenig anstrengend war allerdings die Disco / Kneipe, die den Fluss aufwärts irgendwo sein muss. Die hat man leider etwas gehört. Fairerweise muss ich jetzt aber noch dazu sagen, dass man ab der Dämmerung auch sowas wie Zikaden und Grillen ziemlich laut hört, vorallem, wenn man da diese Geräusche nicht gewohnt ist.
Leider haben wir von der Anlage selbst irgendwie keine Bilder gemacht. Aber das lag vermutlich an unserer Müdigkeit und der Tatsache, dass wir uns natürlich nochmal Zuhause gemeldet haben, bevor wir die nächsten 8 Tage in der Wildnis abgetaucht sind.




Nach einem leckeren Steak und Pizza und einer erholsamen Nacht, haben wir uns am doch ziemlich reichhaltigen Frühstücksbuffet noch die Bäuche vollgeschlagen – Eier-Variationen wurden alle frisch auf Wunsch zubereitet und auch der Toast wurde immer frisch geröstet -, dann noch eine letzte Rückmeldung, dass wir jetzt auch wirklich nicht mehr erreichbar sind und dann ging es endlich richtig los! Auf, auf, in die Kalahari smiley

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